- USAID Kürzungen (u.a. Staaten) 2025 (AFRIKA): 54 Mrd. US $, Programme gegen HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose sind gefährdet. Die bereits heute desaströsen 600.000 Tote allein durch Malaria, davon 75% Kinder unter 5 Jahren werden zukünftig weit übertroffen werden.
- Die deutsche Entwicklungshilfe sinkt von 11 auf 10 Mrd. €.
Die deutsche Beteiligung am Welternährungsprogramm (WFP) lag 2023 noch bei 78 Millionen Euro, schrumpfte 2024 auf 58 Millionen und soll im Haushaltsentwurf nur noch 28 Millionen Euro betragen. - Die Weltgesundheitsorganisation WHO kann aufgrund fehlender Mittel auf EBOLA im Kongo und im Osten Ugandas nicht mehr adäquat reagieren.
- Mehr als 3,5 Millionen Menschen in Äthiopien drohen ohne WFP-Hilfen Hungersnöte.
Auch die UN erhält weniger Finanzmittel: Die Bildungsfinanzierung von UNICEF droht bis 2026 um 3,2 Milliarden US-Dollar zu sinken. - Die Schließung der Straße von Hormus verdeutlicht eine grundlegende Wahrheit der heutigen Geopolitik: In einer vernetzten Weltwirtschaft können sich weit entfernte Konflikte rasch zu nationalen Krisen ausweiten. Für Äthiopien heißt das vor allem: Knappheit und steigende Preise für Treibstoff, Weizen, Dünger und Speiseöl zum Kochen. Das trifft die Armen besonders.
- Die Zivilbevölkerung in Äthiopiens Regionen Amhara und Oromia sind aufgrund von Kämpfen zwischen ethnischen Milizen und Vergeltungsmaßnahmen der Zentralregierung gegen lokale Gemeinschaften Gräueltaten ausgesetzt. Streitigkeiten um West-Tigray und andere Gebiete erhöhen das Konfliktrisiko zwischen amharischen und tigrinischen Gruppen.
Konflikte zwischen Tigray und der Zentralregierung sowie zwischen Eritrea und Äthiopien verstärken sich, Äthiopien beansprucht einen Zugang zum Roten Meer.
Das Horn von Afrika bleibt ein Raum fragiler Gleichgewichte. Alte Konflikte, ungelöste Grenzfragen, neue Allianzen und geopolitische Interessen überlagern sich. - 10 Tage. So lange hat es dieses Jahr gedauert, bis das reichste Prozent der Weltbevölkerung sein CO2-Budget für das ganze Jahr aufgebraucht hat. Laut Vereinten Nationen hatten die reichen Industrieländer bereits am 10. Januar 2026 den Grenzwert überschritten. Afrika trägt heute mit rund 19 % der Weltbevölkerung nur ca. 2 bis 3 % zu den weltweiten jährlichen Treibhausgasemissionen bei, hat also historisch kaum zur Klimakrise beigetragen.
Das Horn von Afrika ist nicht nur ein historischer Krisenraum, sondern eine hochgradig explosive Region, in der alte Konflikte, neue Rivalitäten und globale Interessen jederzeit eskalieren können.
