- 50% Einkommensverluste haben Beschäftigte im Öffentlichen Dienst in Äthiopien, Kenia, Malawi u.a. in den letzten 5 Jahren aufgrund von Sparmaßnahmen erlitten. Gleichzeitig führten drastische Kürzungen der öffentlichen Ausgaben zu überfüllten Klassenzimmern und eingeschränkten Gesundheitsleistungen.
- Subsahara-Afrika verzeichnet mit 65% der Fälle einen Großteil der weltweiten HIV-Infektionen. Die Lage verschlimmerte sich durch die Einstellung der USAID Ressourcen. Positiv ist, das HIV-Medikamente nun verstärkt lokal hergestellt werden. Ein kenianischer Arzneimittelhersteller erhielt als erster die WHO-Zulassung!
- Äthiopien ist in Gesprächen mit China, um einige der $ 5,38 Milliarden Schulden (von 7,25% in US$ auf 3% in YUAN) umzuwandeln. Es wird erwartet, dass der Schritt Äthiopien erhebliche Beträge an Zinskosten einsparen wird. Das machen zurzeit auch (fast) alle anderen BRICS-Saaten. Ein weiterer geostrategischer Schritt Chinas.
- Die Hälfte der weltweiten CO“-Emissionen stammt von 36 mulinationalen Unternehmen (Saudi Aramco, Shell, Coal India, ExxonMobil und div. Chinesische Unternehmen). aus: Medienkooperation The Guardian und E+Z (Engagement Global gGmbH)
- In Uganda leben mehr Flüchtlinge als in jedem anderen afrikanischen Staat – viele aus Sudan und Kongo. Seit die Entwicklungshilfe gestrichen wurde, droht in dem Land eine humanitäre Katastrophe. 83 Prozent aller USAID-Programme wurden beendet. Am ersten Juli stellte die amerikanische Behörde für Entwicklungszusammenarbeit ihre Arbeit ein. Laut einer Studie aus der Zeitschrift „The Lancet“ könnte die Zerschlagung von USAID bis ins Jahr 2030 rund 14 Millionen Menschen das Leben kosten, darunter 4,5 Millionen Kinder. FAZ am Sonntag, 28.10.25
- Sudanesische Aktivisten, internationale Hilfswerke und die Vereinten Nationen schlagen schon seit Monaten Alarm wegen des Horrors von El Fasher (Westsudan) unter Belagerung der von Moskau und Dubai unterstützten RSF. Hungersnot unter Kriegsvertriebenen stellten UN-Experten dort bereits vor über einem Jahr fest, inzwischen sind rund 5-10 Millionen Menschen in ganz Darfur auf der Flucht, u.a. nach Uganda und Äthiopien. Die Verbrechen der RSF - finanziert von Abu Dhabi - werden seit zwei Jahren immer wieder von internationaler Seite als Völkermord gewertet. taz, 28.-31.10.25
